Opa's Erzählung

Mein Opa hat mir heute beim Mittagessen eine Geschichte über die DDR erzählt:

 

Eine Gruppe von Mutigen wollte das bestehende Machtinstrument brechen und Demokratie zu den Menschen bringen.

 

Jedoch hat sich letzten Endes nur eine Handvoll von Mitstreitern getraut der Stasi den Kampf anzusagen. Es hätten sich noch viele weitere Menschen gefunden, die das Machtinstrument brechen wollten - diese hatten jedoch zu große Angst vor Racheaktionen: Sie fürchteten sich vor Problemen beim Verfahren ihres Ruhestandes, bei der Aufnahme ihrer Kinder, bei Beförderungen und vor Versetzungen.

 

Auch Personen, die Unterstützungserklärungen im Namen der Demokratie abgegeben haben, wurden ins Ministerium geholt, unter Druck gesetzt und gefragt, warum sie Demokratie unterstützen. (Lang lebe der Datenschutz!!)

 

Mitstreiter wollten die Menschen in Häusern darüber informieren, dass es eine Alternative zum bestehenden Machtinstrument gäbe. Diese Mitstreiter wurden jedoch des Hauses verwiesen mit der Ausrede, man wäre beschäftigt und könne somit nicht zuhören. Nur mit einer Genehmigung wäre es möglich den Leuten Demokratie näherzubringen - diese Genehmigung blieb jedoch aus.

 

Lügen wurden vom Ministerium verbreitet, um das bestehende System zu stärken und die Alternative vor den Menschen schlecht zu machen.

 

Feste wollte man den Menschen bringen, um in diesen düsteren Zeiten Gemeinschaftssinn, Glück und Freude zu verbreiten. Jedoch wurden Gerüchte verbreitet, dass die Staatssicherheit in Autos säße und alle Menschen, die den Festen beiwohnen würden, abfotografiere. Diese Menschen hätten dann mit Konsequenzen innerhalb ihrer Arbeitsstelle zu rechnen.

 

Gott sei Dank wurde das Ministerium am 16. Mai 1990 aufgelöst.

 

Schön, dass wir in einer Zeit von Toleranz und Demokratie leben und so etwas nicht mehr kennen … oder?

 

Nie wieder Unterdrückung und Machterhalt um jeden Preis!

 

 

 

Info über diese Zeit: https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_f%C3%BCr_Staatssicherheit